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Das Tool Elastoloads

Elastomere weisen hoch nichtlineares Materialverhalten im elastischen Bereich auf. Daher wird für Fragestellungen, die Elastomere betreffen, normalerweise das Modul TransMAX verwendet.

Lange Belastungsgeschichten führen dabei allerdings zu sehr langen Rechenzeiten und großen Datenmengen.

Um die multiaxiale Berechnung von Elastomer-Bauteilen dennoch mit FEMFAT durchführen zu können, und lange Belastungsverläufe leicht verarbeiten zu können, wurde das Tool Elastoloads entwickelt. Dabei werden die multiaxialen Belastungen so transformiert, dass diese mit ChannelMAX verarbeitet werden können.

Wie es der Name erahnen lässt, werden die Belastungen im Raum, in dem sich der Körper elastisch verformen kann, analysiert und diskretisiert. Je nach Größe der Verformung können dies, z.B., in der Horizontalen vier, in der Vertikalen acht und in der Tiefe acht Stützpunkte sein (vgl. Abbildung 1).

 

Abbildung 1: Beispiel für transformierte multiaxiale Belastungen für Channel MAX

Daraus werden, z.B.  4 * 8 * 8 = 256 Zustände abgeleitet und für ein ABAQUS Solver-Deck vorbereitet. Anschließend werden neue Belastungsverläufe durch die lokale Interpolation der Zwischenzustände erzeugt. Eventuell vorhandene aber unbenutzte Grundzustände werden aus den Kanälen eliminiert und reduzieren die Rechenzeit deutlich.

Mit diesem Tool gelingt nun die effiziente Lebensdauerbewertung von Elastomer-Bauteile mit ihren typischerweise großen nicht-linear elastischen Verformungen.

Zum Schluss die beste Nachricht: Die Elastoloads-Lizenz steht allen Anwendern mit einer aktiven MAX-Wartung kostenlos zur Verfügung.

 

Abbildung 2: Animation der Belastung auf Basis von Elastoload-Lasten